Die richtige Beutelnummer finden
Passt dieser Beutel in meinen Staubsauger
Dieser Ratgeber zeigt anhand welcher Merkmale am Beutel selbst sich erkennen lässt, ob er tatsächlich in einen bestimmten Staubsauger passt. Er erklärt außerdem, welche Folgen ein Beutel hat, der einem Gerät nur beinahe entspricht.
Der Kragen ist das wichtigste Prüfmerkmal
Der Kragen ist der Teil des Beutels, der auf den Halter im Staubsauger gesteckt wird, und er entscheidet in den meisten Fällen bereits darüber, ob ein Beutel passt oder nicht. Manche Geräte verwenden einen runden Kragen, andere einen eckigen oder einen Kragen mit einer zusätzlichen Aussparung für eine Lasche oder einen Griff. Weicht die Form auch nur geringfügig von der des bisherigen Beutels ab, sitzt der neue Beutel locker auf dem Halter oder lässt sich gar nicht erst aufstecken.
Ebenso wichtig ist das Material des Kragens. Viele Hersteller setzen auf einen stabilen Pappring, der eine feste Verbindung zum Halter herstellt und verhindert, dass sich der Beutel während des Betriebs löst. Andere Modelle verwenden einen Kragen aus Kunststoff, der oft flexibler ist, sich aber ebenso präzise mit dem Halter verzahnen muss. Ein Kragen aus dem falschen Material kann selbst bei passender Form zu Spiel im Sitz führen, wodurch Luft und Staub am Beutel vorbeigeführt werden, statt durch das Vlies gefiltert zu werden.
Lage der Öffnung und Verschlussklappe
Neben der Form des Kragens spielt die Lage der Öffnung eine entscheidende Rolle. Bei manchen Beuteln sitzt die Öffnung mittig, bei anderen ist sie zur Seite oder nach oben versetzt, damit sie genau auf den Ansaugstutzen im Inneren der Kammer trifft. Ist die Öffnung falsch platziert, richtet sich der Luftstrom nicht mehr direkt in den Beutel, sondern trifft auf den Kragen oder die Kammerwand, was den Unterdruck im gesamten System verändert.
Viele Beutel verfügen zusätzlich über eine Verschlussklappe, die sich beim Herausnehmen automatisch schließt und so verhindert, dass Staub beim Entsorgen entweicht. Fehlt diese Klappe bei einem Ersatzbeutel, obwohl der bisherige Beutel eine solche besaß, bleibt der Beutel beim Herausziehen offen, und der gesammelte Inhalt kann sich in der Kammer oder in der Raumluft verteilen.
Volumen im Verhältnis zur Kammer
Das Volumen des Beutels muss zur Größe der Kammer passen, in der er liegt. Ein Beutel mit deutlich kleinerem Volumen als vorgesehen lässt sich zwar meist einsetzen, sitzt aber locker in der Kammer, kann sich beim Betrieb verschieben und reißt an der Klebenaht schneller ein, weil er nicht durch die Kammerwände gestützt wird.
Ein Beutel mit größerem Volumen als vorgesehen lässt sich dagegen oft nur mit Mühe oder gar nicht in die Kammer einlegen. Wird er trotzdem hineingepresst, faltet sich das Vlies an mehreren Stellen, wodurch die durchströmte Fläche kleiner wird und der Beutel schneller an Kapazität verliert, als es sein angegebenes Volumen vermuten lässt.
Was passiert, wenn ein Beutel nur fast passt
Ein Beutel, der nur fast passt, zeigt seine Schwächen häufig nicht sofort. Ein leicht zu weiter Kragen etwa hält beim Einsetzen noch stand, gibt aber unter dem Unterdruck im Betrieb nach, sodass Feinstaub am Kragen vorbei ins Innere des Staubsaugers gelangt, statt im Beutel zurückzubleiben.
Dieser Staub setzt sich zunächst in der Kammer ab, wandert von dort aber weiter zum Motorfilter, der ihn auffangen soll. Ein Filter, der zusetzt, lässt weniger Luft durch, und die Saugleistung des gesamten Geräts nimmt spürbar ab, obwohl der Beutel selbst noch nicht voll ist. In der Folge wird häufig der Beutel gewechselt, ohne dass sich die Leistung verbessert, weil die eigentliche Ursache im verstopften Motorfilter liegt und nicht im Beutel.
Checkliste: den Beutel selbst vergleichen
Bevor Sie einen Beutel bestellen, lohnt sich ein kurzer Vergleich mit dem bisherigen Modell anhand weniger Merkmale am Beutel selbst.
Stimmen diese Punkte mit dem bisherigen Beutel überein, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der neue Beutel korrekt sitzt und dicht abschließt.
- Form des Kragens: rund, eckig oder mit zusätzlicher Aussparung
- Material des Kragens: Pappe oder Kunststoff
- Lage der Öffnung im Kragen im Vergleich zum Ansaugstutzen
- Vorhandensein und Position einer Verschlussklappe
- Angegebenes Volumen im Vergleich zur Größe der Kammer
Warum sich so viele Geräte einen Beutel teilen
Die Datenbank dieser Website dokumentiert 1013 Staubsaugermodelle, 310 unterschiedliche Beutelnummern und 30 Marken, darunter AEG, Bosch, Siemens, Miele, Electrolux, Hoover, Karcher, Rowenta, Tefal, Philips, Samsung, LG, Panasonic, Vorwerk, Sebo, Numatic, Nilfisk, Thomas, Bestron, Bomann, Clatronic, Dirt Devil, LG Electronics, Makita, Moulinex, Privileg, Progress, Proteam, Severin und Volta.
Dabei zeigt sich, dass viele Geräte denselben Beutel verwenden können, sofern Kragen, Öffnung und Volumen übereinstimmen. Die Beuteltypen ZR200520 und ZR200720 passen jeweils in 176 dokumentierte Geräte, ZR200920 in 175, während BBZ41FGALL und 6.959-130.0 jeweils für 103 Geräte verzeichnet sind und PH1 in 98 Geräten zum Einsatz kommt. Im Mittel teilt sich ein Gerät seinen Beutel mit 65 weiteren Modellen, was zeigt, wie stark sich bestimmte Kragenformen und Kammergrößen über Marken und Baureihen hinweg wiederholen.