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Den Staubsauger pflegen

Wann der Staubsaugerbeutel gewechselt werden sollte

Dieser Ratgeber zeigt, an welchen konkreten Anzeichen Sie erkennen, dass ein Staubsaugerbeutel gewechselt werden muss, von der Füllstandsanzeige bis zum veränderten Motorgeräusch. Er erklärt außerdem, warum ein überfüllter Beutel dem Motor schadet und wie Sie über die Datenbank der Website den passenden Beutel für Ihr Gerät finden.

Lesezeit: 5 min

Wann der Staubsaugerbeutel gewechselt werden sollte

Die Füllstandsanzeige richtig deuten

Die meisten modernen Staubsauger besitzen eine Füllstandsanzeige, die bei Erreichen eines bestimmten Wertes aufleuchtet oder eine Warnung ausgibt. Diese Anzeige misst jedoch nicht das Gewicht oder das Volumen des Beutels, sondern den Unterdruck beziehungsweise den Luftstrom im Inneren des Geräts. Sinkt der Luftstrom unter einen festgelegten Schwellenwert, schlägt die Anzeige Alarm, unabhängig davon, wie voll der Beutel tatsächlich aussieht.

Genau deshalb reagiert die Füllstandsanzeige ebenso auf einen verstopften Filter wie auf einen vollen Beutel: Beide Zustände verringern den Luftdurchsatz auf die gleiche Weise, weil die Messung an der gleichen Stelle im Luftweg ansetzt. Ein Gerät kann also Alarm schlagen, obwohl der Beutel noch halb leer ist, weil ein Motorschutzfilter oder ein Ausblasfilter zugesetzt ist. Wer die Anzeige ernst nimmt, sollte deshalb bei jedem Alarm sowohl den Beutel als auch alle verbauten Filter kontrollieren, bevor er einen Wechsel vornimmt oder eben davon absieht. Ein kurzer Blick genügt oft, um zu erkennen, welches der beiden Teile tatsächlich für die Blockade verantwortlich ist. Bei Geräten ohne elektronische Anzeige lohnt sich stattdessen ein regelmäßiger Blick durch das Sichtfenster am Beutelhalter, sofern das Modell darüber verfügt.

Nachlassende Saugleistung und lauteres Motorgeräusch

Ein spürbarer Rückgang der Saugleistung gehört zu den zuverlässigsten Signalen. Wenn Krümel liegen bleiben, Teppichfasern sich nicht mehr aufrichten oder das Gerät mehrmals über dieselbe Stelle fahren muss, ist das Beutelpapier meist mit feinem Staub gesättigt und kann die Luft kaum noch hindurchlassen, selbst wenn optisch noch Platz vorhanden erscheint. Ein gesättigter Beutel beeinträchtigt zudem die Filterwirkung selbst: Feinstaub, der eigentlich zurückgehalten werden sollte, kann bei stärkerem Widerstand vermehrt durch die Poren des Papiers zurück in die Raumluft gelangen. Gerade für Haushalte mit Allergien ist dieser Effekt relevant, da der eigentliche Zweck des Beutels, feinen Staub sicher einzuschließen, mit zunehmender Sättigung nachlässt.

Parallel dazu verändert sich häufig das Motorgeräusch. Muss der Motor gegen einen zugesetzten Beutel höheren Unterdruck aufbauen, dreht er schneller und lauter, oft mit einem helleren, angestrengten Ton statt des gewohnten gleichmäßigen Brummens. Dieses veränderte Geräusch ist ein direktes akustisches Warnsignal dafür, dass der Beutel den Betrieb ausbremst und bald gewechselt werden sollte. Wer sein Gerät regelmäßig benutzt, gewöhnt sich schnell an dessen normale Betriebslautstärke und bemerkt eine solche Veränderung meist schon nach wenigen Tagen.

Geruch als zusätzliches Warnzeichen

Ein modriger oder muffiger Geruch beim Staubsaugen entsteht, wenn sich im Beutel über Zeit organische Rückstände wie Hautschuppen, Essensreste oder Tierhaare ansammeln und dort, besonders bei feuchter Raumluft, zu gären beginnen. Der Geruch tritt zunächst beim Ausblasen der Abluft auf und wird mit fortschreitender Sättigung des Beutels stärker, da sich die Rückstände auf engerem Raum konzentrieren.

Tritt der Geruch bereits beim Einschalten des Geräts auf und nicht erst nach einigen Minuten, ist das ein Hinweis darauf, dass der Beutel seine Aufnahmefähigkeit erschöpft hat und ausgetauscht werden sollte. Ein rechtzeitiger Wechsel verhindert außerdem, dass sich der Geruch in Filtern, Schläuchen und Gehäuseteilen festsetzt, von wo er sich nur schwer wieder entfernen lässt und auch nach dem Beutelwechsel noch spürbar bleiben kann. Regelmäßiges Lüften des Raums nach dem Staubsaugen kann den Geruch kurzfristig lindern, löst aber nicht die eigentliche Ursache, die im gesättigten Beutel liegt.

Warum ein Beutel nicht bis zum Rand gefüllt werden sollte

Die Herstellerangabe zur maximalen Füllmenge bezieht sich nicht auf den randvollen Zustand, sondern liegt bewusst darunter. Der Grund liegt in der Funktionsweise des Papiers oder Vlieses: Luft muss über die gesamte verbleibende Filterfläche strömen können, damit Staub zurückgehalten wird, ohne dass der Durchsatz vollständig blockiert wird. Ist der Beutel randvoll, bleibt kaum noch freie Fläche übrig, durch die Luft ungehindert hindurchtreten kann.

Ein bis zum Rand gefüllter Beutel verringert diese durchströmbare Fläche drastisch, wodurch der Motor gegen einen deutlich höheren Widerstand arbeiten muss, um weiterhin Luft anzusaugen. Diese dauerhafte Mehrbelastung führt zu einer erhöhten Betriebstemperatur im Motor, beansprucht die Lager stärker und verkürzt auf Dauer die Lebensdauer des gesamten Geräts. Im ungünstigsten Fall überhitzt der Motor und schaltet sich ab oder nimmt bleibenden Schaden. Ein zu voller Beutel kann zudem an den Nähten reißen, wodurch Staub direkt in das Innere des Geräts und in den Motorraum gelangt, was eine aufwendige Reinigung nötig macht. Zusätzlich verkürzt ein häufig bis zum Limit ausgereizter Beutel indirekt auch die Lebensdauer der Filter, da diese stärker beansprucht werden, um die vom Beutel nicht mehr aufgenommenen Partikel abzufangen.

Den passenden Beutel für Ihr Gerät finden

Die Website dokumentiert 1013 Staubsaugermodelle, 310 Beutelnummern und 30 Marken. Zu den dokumentierten Marken zählen AEG, Bestron, Bomann, Bosch, Clatronic, Dirt Devil, Electrolux, Hoover, Karcher, LG, LG Electronics, Makita, Miele, Moulinex, Nilfisk, Numatic, Panasonic, Philips, Privileg, Progress, Proteam, Rowenta, Samsung, Sebo, Severin, Siemens, Tefal, Thomas, Volta und Vorwerk. Diese breite Abdeckung erklärt sich dadurch, dass viele Hersteller denselben Beuteltyp für mehrere Baureihen und teils sogar über mehrere Marken hinweg verwenden.

Im Mittel teilt sich ein Gerät seinen Beutel mit 65 weiteren Geräten. Wer die genaue Modellbezeichnung seines Staubsaugers kennt, findet darüber die passende Beutelnummer, auch wenn das Gerät nicht mehr im Handel erhältlich ist. Zu den am häufigsten geteilten Beuteltypen zählen:

Bevor Sie einen neuen Beutel bestellen, lohnt sich ein Blick auf die Nummer, die auf dem alten Beutel aufgedruckt ist, da sie sich direkt einem der 310 dokumentierten Beuteltypen zuordnen lässt und damit zuverlässiger ist als die Modellbezeichnung des Staubsaugers allein. So finden Sie auch dann einen kompatiblen Ersatz, wenn Ihr genaues Modell in keiner Liste auftaucht, solange die aufgedruckte Beutelnummer bekannt ist.

  • ZR200520, passend für 176 Geräte
  • ZR200720, passend für 176 Geräte
  • ZR200920, passend für 175 Geräte
  • BBZ41FGALL, passend für 103 Geräte
  • 6.959-130.0, passend für 103 Geräte
  • PH1, passend für 98 Geräte